Freizeit mit dem Vierbeiner

Es gibt viele Möglichkeiten, sich mit seinem vierbeinigen Freund zu beschäftigen. Die meisten Hunde benötigen zusätzlich zum täglichen Spazieren und Kuscheln Arbeit für den Kopf. Sie sollten sich über genau über die Rasse Ihres Hundes informieren. Terrier zum Beispiel, auch Mixe, sind sehr jagdfreudig, Schäferhunde möchten Hüten und Beschützen. Nur, wenn Sie die Bedürfnisse kennen und erfüllen, können Sie für Ihr Tier und sich selbst die bestmögliche Freizeitgestaltung erarbeiten.

Hier stellen wir einige Möglichkeiten vor, wie Sie diesem Wunsch gerecht werden können.

 

 

Clicker Training (für Hunde und Katzen)

 

Clickern kann man schnell erlernen und benötigt nur wenige und günstige Utensilien.
Einen Clicker bekommt man günstig in jedem Zoofachgeschäft erwerben, dazu braucht man noch einige fettarme, sehr kleine Leckereien, sowie einen reizarmen Raum für den Anfang.
Clickern ist eine hocheffiziente Art, erwünschtes Verhalten zu belohnen. Zu Beginn Clickern Sie Ihren Hund an, indem Sie einfach ein paar Mal genau in dem Moment, in dem Sie ein Leckerchen geben, den Clicker betätigen. Ihr Hund wird schnell merken, dass „Klick“ etwas Gutes ist und er sich so seine Leckereien erarbeiten kann. Später kann man den Hund an sehr komplizierte Lösungsmöglichkeiten heranführen, nur mit Hilfe des Clickers.
Weiterführende Informationen:
http://www.spass-mit-hund.de/clicker-welt/clicker-basics/clicker-training-was-ist-das/

Mantrailing (für Hunde)

 

Was bei Polizei, Feuerwehr und Bergwacht bitterer Ernst ist, kann auch mit dem Hund als spaßige Herausforderung erlernt werden. Beim Mantrailing simuliert der Besitzer seinem Hund eine Suchsituation, in der er eine Person oder einen Gegenstand erschnüffeln muss. Er folgt einer Spur und muss sein gesuchtes Objekt nur mit Hilfe seiner Nase finden.
Hierfür sollte, zumindest für den Anfang, nur mit einem Profi trainiert werden, da das Prozedere ziemlich kompliziert ist.
Weiterführende Informationen:
http://www.nasenarbeit.de/html/mantrailing.html

Schnüffeln, Suchen und Finden

 

Jeder Hund hat Freude an Suchen und Finden. Sie können dieses Spiel überall und zu jeder Zeit integrieren. Beim Spaziergang sollten Sie Ihren Hund zuerst ins Kommando „Sitz“ und „Bleib“ bringen. Dann haben Sie Zeit, die Umgebung nach geeigneten Verstecken zu untersuchen. Leckerchen könnten unter Laub oder unter leichten Steinen versteckt werden, auch rauhe Baumrinde eignet sich, um Leckerchen dort festzustecken.
Bitte verknüpfen Sie das Suchen immer mit dem Kommando „Such“. Der Hund sollte nicht auf eigene Faust losziehen, um Leckerchen zu suchen, um die Aufnahme von Gift, Essensresten oder Verdorbenem zu vermeiden.
Alternativ können Sie auch Lieblingsspielzeuge verstecken.

Auch sogenannte „Kongs“ werden immer beliebter. Dabei handelt es sich um kleine Röhren aus Gummi, die mit allen möglichen Leckereien befüllt werden können und die dem Hund so ermöglichen, durch lecken, saugen und kauen langsam an die Leckereien heranzukommen.

Ansonsten sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Die Papierröllchen vom Toilettenpapier können zusammengefaltet werden, Zewa kann zu kleinen Geschenken umfuntioniert werden…. Wenn Sie allerdings einen Schlinger haben, raten wir hiervon ausdrücklich ab. Die Gefahr wäre zu hoch, dass Ihr Hund das Papier mit verschlingt.

Jagen – Aber richtig!

 

Bestimmte Hunderassen wurden jahrtausendelang vom Menschen für die Jagd perfektioniert. Besonders Terrier, Dackel, Rhodesien Ridgeback, Chavalier King Charles u. v. m sind dafür prädestiniert. Jedoch ist unkontolliertes Jagen nicht nur eine Gefahr für Ihren Vierbeiner (er könnte sich verlaufen oder in Löcher fallen), unnötiger Stress für Sie (warten auf den Hund, Bangen, ob er den Rückweg findet) und Stress für die Wildtiere, sondern auch zudem illegal und kann zur Anzeige führen. Jägern ist außerdem erlaubt, wildernde Tiere zu erschießen.
Wenn Sie einen Hund mit Jagdtrieb haben, müssen Sie sehr vorsichtig vorgehen. Wir raten ausdrücklich dazu, einen Experten zurate zu ziehen.
Es wird schwer werden, einem Hund mit Jagdtrieb die Jagd komplett zu untersagen. Deshalb sollte die Jagd sehr kontrolliert und unter strengen Regeln stattfinden.
Für die simulierte Jagd eignen sich Dummys, Bälle und eventuell auch Stofftiere. Das Jagdobjekt sollte dem Hund niemals zur freien Verfügung gestellt werden. Er darf es sich nur durch die Jagd erobern und es auch nur kurz behalten. Es gibt Wurfstangen, die das weite Werfen eines Balles vereinfachen.
Zu Beginn der Trainingseinheit muss das Tier voll konzentriert und sich in absolutem Gehorsam befinden. Er sollte sich im „Sitz“ neben Ihnen befinden. Nehmen Sie das Jagdobjekt (in diesem Beispiel ein Ball mit Wurfarm) in die Hand an der Seite, die vom Hund abgewandt ist. Werfen Sie den Ball, ohne das „Sitz“ Kommando aufzuheben. Während der Ball sich noch in der Luft befindet (Zwischendurch können Sie auch warten, bis der Ball am Boden liegt, allerdings ist die Befriedigung des Jagstriebs hier deutlich geringer), müssen Sie das „Sitz“ aufheben und den Hund mit einem von Ihnen gewählten Kommando, z. Bsp. Hol, losschicken. Der Hund darf nicht mit dem Ball spielen, sondern muss sich sofort wieder zu Ihnen begeben und den Ball abgeben. Dafür wird er mit einem Leckerli belohnt.